Negative SEO

Da Suchmaschinen die Möglichkeit bieten, potenzielle Kunden mit geringen Streuverlusten zu erreichen, ist Suchmaschinenmarketing ein beliebter und erfolgsversprechender Marketingkanal für viele Unternehmen. Neben der Buchung von bezahlten Anzeigen über Systeme wie Google AdWords ist besonders der unbezahlte Bereich der Suchmaschinen für viele Unternehmen lukrativ, da hier keine Klickkosten zu zahlen sind. Um eine gute Positionierung in der unbezahlten Suche zu erzielen, ist bei vielen Themenbereichen die Durchführung von Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) unerlässlich.

Neben der Bereitstellung von hochwertigen und relevanten Inhalten auf dem eigenen Webauftritt ist besonders die Verlinkungsstruktur einer Website im Netz der Faktor, der maßgeblich über die Positionierung einer Website in der organischen, sprich unbezahlten, Google Websuche entscheidet. Doch auch der um einen Suchbegriff herrschende Wettbewerb hat einen Maßgeblichen Einfluss auf das Ranking der eigenen Website und jede Position weiter hinten kostet potenziellen Umsatz.

Doch eine Optimierungsmaßnahme muss nicht immer zwangsläufig in einer Verbesserung des Rankings resultieren. Da es das Ziel der Suchmaschinenbetreiber ist, Einflussnahmen von Webmastern bei der Berechnung des Rankings einzudämmen bzw. komplett zu verhindern, muss es Schwellwerte geben, die eine „Überoptimierung“ bzw. „Unnatürlichkeit“ sichtbar machen. Die Folge bei Überschreitung dieser Werte ist, dass sich das Ranking der Website im schlimmsten Fall verschlechtert. Da neben den Best-Practices für eine positionsverbesserende Optimierung auch Annahmen herrschen, wie man eine Optimierung der eigenen Website nicht durchführen sollte, könnte man also auf den Gedanken kommen, durch sogenannte „Negative SEO“-Maßnahmen das Ranking eines Konkurrenten gezielt zu verschlechtern und damit das Ranking des eigenen Webauftritts zu verbessern.

Bei diesen Überlegungen kommt es dem potenziellen Angreifern zu Gute, dass zum einen viele Websites wissentlich gegen die Kriterien der Suchmaschinenbetreiber, beispielsweise durch den Aufbau von Verlinkungen, verstoßen und es zum anderen nur schwer festzustellen ist, wer der Urheber einer SEO-Maßnahme ist.

Was zählt als Negative SEO?

Während Negative SEO in der Regel mit dem Aufbau von (möglicherweise) schädlichen Verlinkungen verbunden wird, ist dies so nicht ganz korrekt. Zwar ist der Aufbau von Verlinkungen mit dem Ziel, eine negative Rankingentwicklung für die angelinkte Domain zu erreichen, Bestandteil von Negative SEO, doch auch noch weitere Vorgehensweisen müssen zu diesem Thema gezählt werden.

  • Überoptimierung des Backlinkprofils
  • Verlinkung der Website mit oder von Adult- & Gamblingseiten bzw. -begriffen
  • Bezahlte Links an Google reporten
  • DDos-Attacken, um die Erreichbarkeit der Website zu verhindern
  • Abbau von wichtigen Links
  • Onpage-Manipulationen
  • Manipulationen von Google-Suggest, um den Wettbewerber zu diskreditieren
  • Optimierung schlechter PR für den Markennamen des Konkurrenten

Sind Sie von Negative SEO-Maßnahmen gefährdet?

Folgende Fragen können Ihnen dabei helfen, den Gefährdungsgrad Ihrer Website zu berechnen:

  • Haben Sie bisher viel in der Bereich Offpage-SEO investiert?
  • Weißt das Backlinkprofil Ihrer Website Auffälligkeiten auf? Gibt es beispielsweise Ankertexte, die häufig verwendet wurden?
  • Wurde beim Linkmarketing nicht auf Themenrelevanz und Qualität geachtet?
  • War es ein Ziel Ihrer SEO-Maßnahmen, möglichst viele Verlinkungen zu akquirieren?
  • Haben Sie nicht an Risikostreuung gedacht und bei wenigen Quellen viele Links gekauft?
  • Haben Sie über Google Webmaster Tools eine Benachrichtigung über unnatürliche Links erhalten?

Sofern Sie auch nur ein Teil dieser Fragen mit „Ja“ beantworten müssen, ist Ihre Website potenziell gefährdet und Sie sollten dringend darüber nachdenken, diese potenziellen Angriffspunkte zu beseitigen.